PM: Baden-Württemberg fordert bessere Bedingungen für Car-Sharing

Verkehrsminister Hermann: “Car-Sharing leistet Beitrag zu nachhaltiger Mobilität und mehr Lebensqualität in unseren Städten“.

Baden-Württemberg wird in der Bundesratssitzung am kommenden Freitag, 5. Juli 2013, die Bundesregierung nochmals auffordern, endlich straßenver-kehrsrechtlichen Möglichkeiten zu schaffen, die das Car-Sharing unterstützen. Durch eine entsprechende Änderung des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) und der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) könne eine bundesweit einheitliche und tragfähige Rechtsgrundlage für die Ausweisung von Car-Sharing-Stellplätzen geschaffen werden.

„Angesichts der klaren Vorzüge des Autoteilens muss es unser Ziel sein, ein dichtes Netz von Car-Sharing Stellplätzen mit wohnortnahem Zugang und an den Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs zu schaffen. Damit rückt das Mobilitätsangebot näher an die Kundinnen und Kunden heran und bringt die Dienstleistung besser in das Bewusstsein der Öffentlichkeit“, sagte Verkehrsminister Hermann.

Ein Hindernis auf diesem Weg sei jedoch das Fehlen einer bundesweit einheitlichen und tragfähigen Rechtsgrundlage. Eine entsprechende Änderung des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) und der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) würde dazu beitragen, durch Car-Sharing die Potenziale der dicht bebauten, innerstädtischen und innenstadtnahen Stadtteilen der größeren Städte besser auszuschöpfen und die Verkehrs- und Umweltbelastung abzubauen.

„Im Durchschnitt steht ein Auto rund 23 Stunden am Tag ungenutzt herum und blockiert gerade in den Städten wertvolle Flächen. Car-Sharing-Fahrzeuge, die zahlreichen Nutzerinnen und Nutzern bei Bedarf zur Verfügung stehen, tragen zur Lösung von städtischen Verkehrsproblemen bei und eröffnen neue Gestaltungsräume in der Stadtentwicklung“, zeigte sich der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann überzeugt. Deshalb sollten alle Möglichkeiten genutzt werden, Car-Sharing zu unterstützen und dessen Attraktivität zu steigern. Der PKW-Bestand könne auf diese Weise verringert und damit auch der Parkdruck in den dicht bebauten, innerstädtischen und innenstadtnahen Stadtteilen reduziert werden.

„Wir sollten dieses Potenzial noch stärker nutzen mit dem Ziel, die städtischen Räume damit attraktiver und ökologischer zu gestalten“, forderte Hermann. Denn Car-Sharing verringere den Energieverbrauch, die Luftschadstoffe, den Lärm und den Flächenverbrauch und leiste damit einen Beitrag für eine bessere Umwelt und mehr Lebensqualität in den Städten. Das Autoteilen sei ein Erfolgsmodell, denn es greife moderne Mobilitätsbedürfnisse innovativ auf und sei ein Baustein nachhaltiger Mobilität.

Interview: Die Mobilität der Zukunft ist nachhaltig und intelligent

Video-Interview mit Minister Hermann

Die Verknüpfung und Vernetzung des der verschiedenen Verkehrsträger macht Mobilität intelligent. „Dabei wird auch das Auto in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Daher ist es zwingend notwendig, dass auch das Auto klimafreundlich, ressourcenschonend, leise und trotzdem noch bezahlbar bleibt“, sagte Verkehrsminister Hermann am 4. April 2013, im Vorfeld der Messe „i-Mobility“ in Stuttgart.

Baden-Württemberg gehe mit der Unterstützung von Car-Sharing-Konzepten mit Elektroautos und der entsprechenden Infrastruktur wie Stromtankstellen etwa in Stuttgart voran, betonte der Minister und sagte weiter, dass das Land zusammen mit Partnern auch Hybrid-Busse oder Pedelecs fördere. Zusätzlich unterstütze die Landesregierung auch die Umstellung der Produktion auf alternative Antriebe in der Automobilindustrie und den Zulieferern in Baden-Württemberg.

Die Messe „i-Mobility“, eine Ausstellung über intelligente Mobilität findet vom 11. bis 14. April 2013 in Stuttgart statt. Mehr Informationen unter www.messe-stuttgart.de/i-mobility