Ackerflächen auf den Fildern sollen geschont werden

Winfried Hermann kam mit guten Nachrichten aus dem Lenkungskreis von S21 zu Landwirt Michael Gehrung nach Plieningen

Im Mai war Michael Gehrung, Obmann der Landwirte in Plieningen, zu Gast bei einer Lesung von Winfried Hermann in Pallotti-Areal. Er berichtete damals von seinen Befürchtungen, dass er seinen wertvollen Ackerboden verliere, wenn der Pfaffensteigtunnel tatsächlich komme. Schließlich sei es Plan der DB, dass sich auf seinen Äckern die riesigen Tunnelbohrmaschinen ins Erdreich graben.

Winfried Hermann – Verkehrsminister des Landes und Wahlkreisabgeordneter im Stuttgarter Filderwahlkreis – und Landwirt Gehrung vereinbarten sich zeitnah zu treffen um sich konkreter bezüglich der Pläne der DB auf den Fildern zu besprechen.

Da kurzfristige Terminänderungen und Corona-Erkrankungen ein Treffen verhindert hatten, war es dann aber am 21. Oktober endlich soweit: kurz nach der 30. Lenkungskreissitzung von Stuttgart 21 besuchte der Wahlkreisabgeordnete die Plieninger Landwirte. Und Winfried Hermann hatte gute Nachricht im Gepäck!

In der Lenkungskreissitzung zuvor gelang es, dass sich alle Beteiligten dazu bekannten, den weiteren Tunnelbau schonender zu gestalten. Bei allen Gesprächsteilnehmer des Lenkungskreises bestand Konsens, beim Bau der etwa 11 Kilometer langen Tunnelröhren so wenig Ackerfläche wie möglich zu belasten. Die absolute Priorität läge darin, die bisher genutzten Flächen so effektiv wie möglich zu nutzen.

Ackerflächen sind Lebensgrundlage unserer Landwirte

Das konnte Hermann während der Ackerrundfahrt bei Brezel und Schorle mit den Landwirten Helmut Gehrung, Michael Gehrung und Martin Kalmbach bestätigen. „Es herrschte heute breiter Konsens, was unsere Ackerflächen angeht. Wir wissen wie wichtig die Filderböden für die Lebensmittelversorgung in der Region sind und uns ist bewusst, dass sie auch Lebensgrundlage unserer Landwirte sind“, so Winfried Hermann.

Die Landwirte zeigten sich aufgrund der neuen Aussichten erleichtert, mahnten jedoch weiter am Ball zu bleiben, damit die landwirtschaftlichen Flächen auch tatsächlich erhalten bleiben.

Doch auch momentan gäbe es Probleme, berichtete vor allem Michael Gehrung. So würde wertvoller Humus zum Aufschütten von Böschungen genutzt, obwohl dieser dafür ungeeignet und die Absprachen mit der Bahn andere seien. So müsse er häufig selbst nach dem Rechten schauen und darauf Acht geben, dass seine wertvolle Humusschicht nicht fälschlicher Weise abtransportiert oder anderweitig verwendet würde.

Vor Ort konnte sich Hermann auch ein Bild davon machen, wie man den geplanten Rettungsstollen im Zuge des Tunnelbaus vermutlich verschieben könne, um einen zusätzlichen Flächenfraß auf den Flächen von Landwirt Gehrung zu verhindern. Die Verbesserungsvorschläge empfand Hermann als „schlüssig“ und kündigte an, dass man diese mit den Projektpartnern zeitnah besprechen werde. Zum Beispiel auch um herauszufinden, inwiefern der notwendige Rettungsstollen um einige Meter verschoben werden kann und so die Flächen von Landwirt Gehrung deutlich entlastet werden könnten.

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