Wohnungsbau & Kommunen

Winfried Hermann zu Wohnungsbau und Kommunen

Wir wollen erreichen, dass jeder Mensch in Baden-Württemberg gut und bezahlbar wohnen kann. Deswegen unterstützen wir vor allem diejenigen, die es schwer haben solchen Wohnraum zu finden. Dazu zählen vielerorts Alleinerziehende, Familien und Geringverdienende.

Seit wir Grüne regieren, haben wir tausenden geförderte Mietwohnungen für diejenigen geschaffen, die bei den steigenden Mieten finanziell nicht mehr mithalten können. Seit 2011 haben wir bezahlbaren Wohnungsbau einen wichtigen Schub verpasst, indem wir die jährliche Förderung für den Bau bezahlbarer Wohnung von 48 Millionen Euro (2011) auf inzwischen 250 Millionen Euro jährlich (seit 2017) sukzessive erhöht haben.

Wir sehen die Wohn- und Baupolitik als vernetzte, ganzheitliche Aufgabe an, die gemeinsam über alle Verwaltungsebenen und -grenzen hinweg bearbeitet werden muss. Der Mensch steht im Mittelpunkt grüner Bau- und Wohnpolitik. Wichtig ist uns dabei nicht nur, dass die Wohnungen bezahlbar sind. Sie sollen auch ökologisch gebaut werden, den Flächenverbrauch niedrig halten und zeitgleich den Lebensbedürfnissen der Menschen entsprechen und barrierefrei sind.

Barrierefreiheit ist im Bereich des Wohnungsbaus ein wichtiges Thema. Barrierefrei zu wohnen heißt, dass man möglichst ohne fremde Hilfe zurechtkommt und sich in der Wohnung frei bewegen kann. Die Nachfrage nach barrierefreien Wohnen steigt stetig und übersteigt das Angebot schon jetzt um 220.000 Wohnungen. Seit 2015 gibt es deshalb in der Landesbauordnung Regelungen für mehr Barrierefreiheit. Mit diesen Regelungen kann und wird Barrierefreiheit bereits von Anfang an berücksichtigt und einkalkuliert. Barrierefreiheit wird nämlich vor allem dann teuer, wenn man nachträglich aufwendig auf- und nachrüsten muss. Ein ausreichendes Angebot an barrierefreien Wohnungen ist nicht nur wünschenswert, sondern gesellschaftlich notwendig. Allein die Zahl der über 80-jährigen wird bis 2030 um 50 Prozent steigen und damit auch der Bedarf an barrierefreiem Wohnen. Um genau dieses Bewusstsein zu schaffen und zu schärfen, wurden die Änderungen in der Landesbauordnung vorgenommen.

Hinzu kommt, dass immer mehr ältere Menschen ihre letzten Jahre wieder in den eignen vier Wänden verbringen wollen. Deswegen ist es wichtig die Infrastruktur zu verbessern und die Lebensqualität hochzuhalten. Zu einer guten Lebensqualität zählt auch, dass die Quartiersentwicklung alters- und generationengerecht ist, beispielsweise mit Ärzten, Versorgungsdiensten, Lebensmittelläden und Anbindung an den ÖPNV – kurzum, eine funktionierende Daseinsvorsorge. Mit dem Förderprogramm „Quartier 2020“ hat das Land den Kommunen 12 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um Strategien für bedarfsgerechte Quartiere zu entwickeln. Der Erfolg ist sichtbar. Weit über 50 Kommunen wurden für ihre Konzepte ausgezeichnet. Die Quartiere sind bunt, lebendig, und Senioren, Familien und Singles gleichermaßen können hier ihren Lebensmittelpunkt finden.

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ist im ländlichen Bereich ein sehr wichtiges Förderinstrument. Durch dieses Förderprogramm werden typischerweise Projekte wie Mehrzweckhallen, Lebensmittelläden oder Dorfgasthäuser gefördert. 

Wir investieren von 2016-2021 insgesamt 500 Millionen Euro in den Ausbau für schnelles Internet und eine Gigabit-fähige Infrastruktur. Mehr als 80% unserer Mitbürger haben bereits schnelles Internet. Wir arbeiten daran, dass alle diese Infrastruktur zur Verfügung haben und investieren kontinuierlich in den Breitbandausbau.

 

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