Mein Wahlkreis

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In dieser Rubrik möchte ich Ihnen ein wenig meinen Wahlkreis vorstellen. Der offizielle Name für den südlichsten der vier Stuttgarter Landtagswahlkreise ist Wahlkreis Stuttgart II. Zu ihm gehören die Stuttgarter Stadtbezirke Birkach, Degerloch, Möhringen, Plieningen, Sillenbuch und Vaihingen.

Hier wurde ich 2016 mit 37,2 Prozent der abgegebenen Stimmen direkt gewählt und konnte für die Grünen ein sogenanntes Erstmandat erringen. Es war das zweite Mal in Folge, dass das Direktmandat in diesem Wahlkreis an uns Grüne ging. Während es 2011 noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen war und Werner Wölfe (34,2%) der CDU (33,8%) das Erstmandat abringen konnte, entpuppte sich das Ergebnis von 2016 als wesentlich deutlicher. Fast 13 Prozent betrug der Unterschied nach Auszählung der Stimmen zwischen Grünen und CDU. Einerseits konnte ich mit unseren Grünen Wahlkämpfern das Ergebnis nochmal auf 37,2 Prozent hochschrauben. Andererseits verlor die CDU deutlich und landete als zweitstärkste Partei im Wahlkreis bei 24,4 Prozent. Wir schafften es 2016 sogar erstmals alle vier Mandate in Stuttgart direkt zu gewinnen – definitiv ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Grünen Stuttgart.

Ergebnisse Landtagswahl 2016 - Wahlkreis Stuttgart II

Was die wenigsten noch in Erinnerung haben: Auch von 1984 – 1988 war ich bereits Landtagsabgeordneter in diesem Wahlkreis. Der Wahlkreiszuschnitt war damals noch ein anderer, weil der Stadtbezirk Hedelfingen noch zum Wahlkreis zählte (seit 2011 dann zum Wahlkreis Stuttgart IV). Damals wurde ich aber noch nicht direkt gewählt, die Älteren unter uns werden sich noch erinnern: das Erstmandat war von 1980 – 2001 fest in der Hand von Gerhard Mayer-Vorfelder. Stattdessen konnte ich für die Grünen mit ca. 10 Prozent ein sogenanntes Zweitmandat erringen.

Die illustre Runde der Grünen Zweitmandate in diesem Wahlkreis liest sich im Übrigen auch spannend. Da wäre als erstes meine Vorgängerin aus den 80er Jahren, Elsbeth Mordo (1980-1984), die ihre beiden späteren Nachfolger Rezzo Schlauch (1988-1992) und Fritz Kuhn (1992 -2000) als parlamentarische Mitarbeiter in ihrem Landtagsbüro beschäftigte. 2006 folgte dann Werner Wölfe, der 2011 erstmals ein grünes Erstmandat im Wahlkreis holen konnte und es nach Übernahme eines Bürgermeisteramtes in Stuttgart an seinen Nachrücker und meinen jetzigen Vorgänger Nikolaus Tschenk (2011 – 2016) abtrat.

Auch landesweit waren wir 1984 mit 8 Prozent und 9 Parlamentssitzen noch sehr weit davon entfernt die stärkste Partei in Stuttgart oder gar in Baden-Württemberg zu sein. Bei der letzten Wahl 2016 sind wir als stärkste Kraft mit 30,3 Prozent und 47 Abgeordneten in den Landtag eingezogen.

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