Lokführer-Pool ab Juni 2021

Winfried Hermann MdL: „Mit dem Lokführer-Pool starten wir ein deutschlandweit einmaliges Projekt, um personalbedingte Zugausfälle deutlich zu reduzieren“

Die Projektidee ist einfach, und doch steckt in ihr ein in Deutschland bisher einmaliges Unterfangen: Um personelle Engpässe zu vermeiden, sollen Eisenbahnverkehrsunternehmen in Baden-Württemberg ab Juni 2021 auf Lokführerinnen und Lokführer aus einem eigens dafür geschaffenen Zugführer-Pool zurückgreifen.

Abrufe aus dem Pool müssen allerdings 60 Tage vor dem ersten Einsatztag gemeldet werden. Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH (NVBW) wird dabei künftig die Verteilung der Lokführerinnen und Lokführer übernehmen. Sollten Triebfahrzeugführer nicht abgerufen werden, können sie von der DB Regio AG selbst eingesetzt werden.

Um den Personal-Pool sicherzustellen, will die DB teilweise neue Lokführerinnen und Lokführer ausbilden. Die Ausbildungskosten trägt das Land.

Gerade neue Eisenbahnunternehmen, die noch nicht lange in Baden-Württemberg Strecken befahren, können den Pool nutzen, um ihr Personal vorübergehend zu verstärken.

„Wir sind froh, dass wir endlich einen Lokführerpool aufbauen können, um die personalbedingten Zugausfälle deutlich zurückzufahren“, freut sich der Abgeordnete Hermann und fügt überzeugt hinzu: „Das ist zweifelsohne gut für die Fahrgäste und wird helfen!“

Der Pool wird im 2021 zunächst 30 Triebfahrzeugführerinnen und – führer umfassen. Ab April 2022 werden 50 Lokführerinnen und –führer im Pool zur Verfügung stehen. Das Projekt wird bis mindestens 2025 bestehen bleiben. Eine entsprechende Ausschreibung des Pools hatte die DB zuvor per Zuschlag für sich entschieden.

 


Foto von Erich Westendarp auf Pixabay

Kommentare sind geschlossen.