Am 14. März diskutierte Winfried Hermann in Singen über die Herausforderungen klimaschutzorientierter Verkehrspolitik

Winfried Hermann zu Gast in Singen

Am 14. März diskutierte Winfried Hermann in Singen über die Herausforderungen klimaschutzorientierter Verkehrspolitik

Am 14. März diskutierte Winfried Hermann in Singen über die Herausforderungen klimaschutzorientierter Verkehrspolitik

Am Mittwochabend fand in der Stadthalle in Singen ein Bürgerdialog mit dem Thema „Singen mobil – Herausforderungen einer klimaschutzorientierten Verkehrspolitik“ statt. Gut 50 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung. Die Moderation und Begrüßung des Abends übernahm die GRÜNE Landtags- und Wahlkreisabgeordnete Dorothea Wehinger, die souverän durch den Abend führte. Auch der Oberbürgermeister der Stadt Singen , Bernd Häussler, war zu Gast und hielt ein Grußwort, in der er die Verkehrspolitik des Landes lobte und darauf verwies, dass E-Mobilität ein großes Thema in Singen ist.

Winne Hermann, der mit seinen beiden Abgeordnetenkollegen Hermino Katzenstein  und Thomas Hentschel vom GRÜNEN AK-Verkehr in Singen zu Gast war, sprach in seiner Rede über klimaschutzorientierte Verkehrspolitik über das bisher erreichte und die künftigen Herausforderungen.

Dabei verwies er auf die vielen geführten Debatten – auch mit Koalitionspartner –, vor allem über Dieselfahrbeschränkungen, Tempobeschränkungen und den Ausbau des ÖPNV und lobte dabei den Umgang von OB Häussler mit den Verkehrsproblemen in und um Singen.

Hermann zeigte den Gästen auf, dass mit ihm der Umschwung weg vom wilden Neubau unzähliger Straßen hin zur Sanierung  der vorhandenen Verkehrsflächen und Neubau nur dort, wo es nötig und richtig sei, gelungen ist. „Das“, so Hermann, „ist nachhaltige Verkehrspolitik, die nicht auf Verschleiß fährt, wie es in den Jahrzehnten zuvor der Fall war.“

Wichtigste Themen der kommenden Jahre sind Klimawandel und die Rolle der Verkehrswende um den Klimawandel entgegenzuwirken.

Die aktuelle und auch vorherige Bundesregierung haben das Pariser Klimaschutzabkommen unterzeichnet. „Aber man muss solche Ziele nicht nur unterzeichnen, sondern auch danach handeln. Sonst haben wir nichts von den Bekundungen der Bundesregierung“, mahnte Hermann.

Als Beispiel nannte er die CO2-Emissionen. Diese müssten jährlich um 5% sinken, um das 2-Grad-Ziel zu erreichen. Tatsächlich aber verzeichnet man einen CO2-Emissionsanstieg von 2% jährlich.

Für Hermann besteht die Verkehrswende aus zwei wesentlichen Faktoren, der Mobilitätswende einerseits und der Energiewende im Verkehrssektor andererseits.

Bezüglich der massenhaften Verspätungen und Zugausfällen bei der Deutschen Bahn sagte Hermann: „Die Deutsche Bahn Regio musste letztes Jahr eine Rekordsumme an sogenannten „Pönalen“ [Vertragsstrafen] an das Land zahlen, weil sie sich nicht an die geltenden Verträge gehalten hat. Das löst aber die Probleme mit den Verspätungen und den Zugausfällen nicht. Da erwarte ich von der Bahn vor allem folgendes: Pünktlichkeit, ein verlässliches Informationssystem, Sauberkeit, Sicherheit und vor allem Vertragstreue“. Nur so könne die Deutsche Bahn in Baden-Württemberg die enttäuschten Bahnnutzer für sich zurückgewinnen und endlich wieder positive Schlagzeilen schreiben.

Auch zum Thema E-Mobilität äußerte sich der Abgeordnete Hermann. So zeigt die Post mit Streetscooter aus Aachen den großen Automobilherstellern, wie E-Mobilität funktionieren kann.

Am 14. März diskutierte Winfried Hermann in Singen über die Herausforderungen klimaschutzorientierter Verkehrspolitik

Im Anschluss an Hermanns Worte hatten die Gäste eine Vielzahl an Fragen an die Abgeordneten Hermann, Hentschel, Katzenstein und Wehinger. Diese reichten von S21, die Entwicklungen im Güterverkehr, über den Radroutenplaner des Landes hin zum Thema, wie weit E-Mobile denn fahren können. Auch die Themen Erdgas als Brückentechnologie, Umstieg vom Auto auf den ÖPNV und der Wunsch nach mehr Tempobeschränkungen auf den Autobahnen bei Singen spielten eine wichtige Rolle. Einen besonderen Platz nahm auch das Thema Ortsumfahrung Rielasingen ein, bei dem Hermann ausführlich erklärte, nach welchen Kriterien Projekte beim Bund für den Bundesverkehrswegeplan eingereicht und genehmigt werden.

Am 14. März diskutierte Winfried Hermann in Singen über die Herausforderungen klimaschutzorientierter Verkehrspolitik

Pressemeldung

Verkehrsminister Hermann stellt Verkehr auf den Prüfstand
Bei Energie und Mobilität soll eine Wende erfolgen. Der Verkehrsminister will sich auch nochmals mit der Rielasinger Ortsumfahrung beschäftigen.

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