Vier Stuttgarter Projekte für politische und gesellschaftliche Teilhabe von Armutsgefährdeten mit 32.000 Euro gefördert

politische und gesellschaftliche Teilhabe

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Die Stuttgarter Landtagsabgeordneten Muhterem Aras, Brigitte Lösch, Franz Untersteller und Winfried Hermann (alle Grüne) freuen sich, dass auch Stuttgart von der Förderung des Ministeriums für Soziales und Integration für politische und gesellschaftliche Teilhabe von Armutsgefährdeten profitieren wird.

„Wer von Armut bedroht ist, hat nur eingeschränkte politische und gesellschaftliche Teilhabechancen“, so Hermann. Dies geht aus dem im Juli 2019 veröffentlichten Gesellschaftsreport BW „Politische und gesellschaftliche Teilhabe von Armutsgefährdeten“ hervor. „Auch für armutsgefährdete Menschen muss die Teilhabe am politischen und gesellschaftlichen Leben ohne Einschränkung und Stigmatisierung möglich sein“, sagt Lösch. Hier will die Landesregierung gegensteuern und fördert nun in einem ersten Schritt konkrete Projekte, die sich für die politische und gesellschaftliche Teilhabe von armutsgefährdeten Menschen einsetzen. „Ziel der Projekte soll es sein, die gesellschaftliche Teilhabe der Menschen in Baden-Württemberg unabhängig von Einkommen und Sozialstatus zu stärken und Ausgrenzung zu überwinden“, so Aras. „Armutsgefährdete Menschen sollen entsprechend ihrer Interessen und Fähigkeiten beteiligt und der gegenseitige Austausch und die Vernetzung gefördert werden“, sagt Untersteller.

In Stuttgart werden vier Projekte mit insgesamt 32.247 Euro gefördert.

Der Verein KULTUR FÜR ALLE Stuttgart e.V. erhält für das Projekt „KULTUR FÜR ALLE für bisherige Nichtnutzer“ 5.526 Euro. Dieses Projekt soll zur Entwicklung und Analyse von neuen Formen des Zugangs für bisherige Nichtnutzer des kostenfreien Kulturangebots in Stuttgart führen und zur Nutzung des Angebots aktivieren.

Der Internationale Bund e.V. bekommt eine Förderung von 10.000 Euro für das Projekt „Move Freiberg“, das Stadtteilthemen armutsgefährdeter Menschen aller Altersklassen aufgreifen möchte, um diese weiter an die Lokalpolitik zu transportieren. Außerdem sollen Begegnungsräume geschaffen und Soziale Arbeit und Politische Bildung gestärkt und zusammengebracht werden.

Der Landesverband der Schulfördervereine Baden-Württemberg e.V. wird für das Projekt „Get ready 4 UR Life! – Schulfördervereine bereiten Jugendliche auf das Berufsleben vor“ mit 8.046 Euro unterstützt. Hierbei sollen Schülerinnen und Schüler an Haupt-, Werkreal- und Realschulen mit Workshops auf das Berufsleben vorbereitet werden.

Und schließlich wird das Projekt „MIA in Stuttgart“ des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart e.V. mit 8.675 Euro unterstützt. Dieses Projekt soll dazu führen, dass sich Frauen mit Migrationshintergrund verstärkt über soziale Themen austauschen und sich aktiv beteiligen.

Ergänzende Informationen:

Der „Gesellschaftsreport BW“ wird von der Familienforschung im Statistischen Landes-amt im Auftrag des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg erstellt und bietet kurze und prägnante wissenschaftliche Analysen zu einem breiten Spektrum gesellschaftlich relevanter Themen.

Der vollständige Report „Politische und gesellschaftliche Teilhabe von Armutsgefährdeten“ ist unter https://sm.badenwuert-temberg.de/de/soziales/familie/gesellschaftsreport-bw/ abrufbar,

Weitere Informationen zum Thema Armut und Reichtum in Baden-Württemberg finden Sie unter http://www.gesellschaftsmonitoring-bw.de/themenfelder/armut-und-reichtum.

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