Rundgang durch Vaihingen mit dem Landtagsabgeordneten Winfried Hermann

Zusammen mit interessierten Vaihinger Bürger*innen, Bezirksbeirät*innen, Vereinen und Gewerbetreibenden begaben sich der Landtagsabgeordnete Winfried Hermann und der Bezirksvorsteher Wolfgang Meinhardt am Donnerstag, 18. August 2016 auf einen Rundgang durch den Stuttgarter Stadtbezirk Vaihingen.

Erste Station war der Vaihinger Markt. Die in die Jahre gekommene Einkausfszone Vaihingens braucht dringend eine Umgestaltung und Aufwertung. Derzeit starten vorbereitende Untersuchungen für ein künftiges Sanierungsgebiet, das den Bereich zwischen Bezirksrathaus und Bahnhof Vaihingen aufwerten soll. Dadurch soll sich auch die Situation für Handel und Gewerbe im Zentrum Vaihingens verbessern.Gefördert wird eine solche Umgestaltung durch Land und Bund.

Beim Rundgang dabei war auch Evelin Bleibler, Vorsitzende des Vereins Bürger-Rikscha. Das Angebot der Rikscha-Fahrten wird von den Vaihinger Senioren gerne genutzt, die durch diese Möglichkeit wieder Mobilität erleben. Seit März ist die Rikscha in Vaihingen unterwegs und hat bisher schon 300 Personen transportiert und 1200 km zurückgelegt. Ihr Augenmerk lag daher naturgemäß auch besonders auf den Problemen bei der Barrierefreiheit des Vaihinger Marktes. Wenn eine Umgestaltung angegangen wird, verdient dieser Punkt besondere Beachtung, ebenso wie Behinderten-Parkplätze und Bodenbeläge, die mit Rollatoren befahrbar sind. Gerade die Unebenheit des jetzigen Belags, verursacht durch den Parksuch- und Anlieferverkehr, und die unattraktive Ausbesserung durch Asphalt anstatt von Steinen wurde besonders kritisiert. Aber auch die Leerstände und die unattraktiven Zugänge zum Markt.

Am Stadtgarten vorbei ging es zum Vaihinger Bahnhof, der als Halt für Regionalzüge und intermodalem Verkehrsknoten entwickelt werden soll. „Aufgrund der hohen Gewerbedichte, der Universität und dem bereits bestehenden Verkehrsknoten Vaihinger Bahnhof ist das Konzept Regionalbahnhof eine wichtige infrastrukturelle Maßnahme für Vaihingen und die gesamten Stuttgarter Fildern. Der Regionalhalt kann zu einer deutlichen Reduzierung des Autoverkehrs beitragen. Zudem wird die S-Bahn entlastet“, so Winfried Hermann. Zudem muss auch der Bahnhof entsprechend umgestaltet und die Verbindung nach Vaihingen und in den Synergiepark praktischer und attraktiver gestaltet werden. Auch das soll im Rahmen der Innenstadt-Sanierung geschehen.

Der Idee einer Seilbahn steht Hermann, so wie auch viele der Rundgänger, sehr positiv gegenüber. In unterschiedlichen Städten gibt es dieses Verkehrsmittel bereits, sei es aus topografischen Gründen oder aufgrund hoher Siedlungsdichte. Nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) können seit der letzten Novelle auch Seilbahnen gefördert werden. Angedacht ist, dass die Bahn als Teil des ÖPNV den alten IBM-Campus im Westen mit einem neuen P&R-Parkhaus an der Nord-Süd-Straße im Osten verbindet, mit Zwischenhalten z.B. am Bahnhof umso dem steigenden Verkehrsdruck durch Daimler und Allianz im Synergiepark und den Garden-Campus im Eiermannareal zu begegnen. Zudem sollen die Anschlussstellen der Nord-Süd-Straße an die A8 bei Möhringen verbessert werden um die Engstelle zu entschärfen.

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