Rundgang durch Plieningen mit Parkführung

Am Mittwoch, 17. August 2016, ging es für den Landtagsabgeordnete der Grünen im Filderwahlkreis, Winfried Hermann, in den Stadtbezirk Plieningen. Gemeinsam mit der Bezirksvorsteherin Andrea Lindel und den Stadträtinnen Petra Rühle und Gabriele Munk besichtigte er zunächst zum Projekt RaumWunder bei dem die Künstlerin Martina Geiger-Gerlach gemeinsam mit dem Flüchtlingsfreundeskreis Plieningen-Birkach, dem Bürgerverein und  Bewohnern des Flüchtlingsheimes mit Unterstützung von der Stadt Stuttgart und dem Siedlungswerk eine leere Wohnung als „Soziale Plastik“ gestaltet hat.

Ein Jahr lang steht die Wohnung als Kunst- und temporärer Rückzugsraum für die Flüchtlinge in Plieningen-Birkach zur Verfügung. Hier kann einerseits eine kurze Auszeit vom Alltag genommen, andererseits auch Alltagskompetenzen erworben werden. Das Konzept wäre auch in anderen Stadtteilen sehr gut denkbar, wo zeitweise Leerstände sinnvoll und kreativ genutzt werden könnten.

Bei der nächsten Station, der Unterkunft im Wolfer, hatte sich schon eine große Gruppe aus Bezirksbeirät*innen, interessierte Bürger*innen und Ehrenamtlichen des Freundeskreises eingefunden. Bei der Unterkunft mit ihren zwei Systembauten betreibt Thomas Plagemann eine Fahrradwerkstatt für und auch mit Hilfe von Geflüchteten. Durch die Werkstatt können Geflüchteten sichere Fahrräder zur Verfügung gestellt werden, sie leitet zur Selbsthilfe an und bietet gegebenenfalls auch ein Sprungbrett für einen beruflichen Einstieg. Zudem ist auf der Freifläche ein schöner Gemüsegarten mit verschiedenen Hochbeeten entstanden, wo Tomaten, Erdbeeren und vieles mehr angebaut werden. Gerne gibt Heidi Hübinger auch Tipps an andere Freundeskreise weiter, die ebenfalls einen Garten anlegen wollen.

Im Hohenheimer Schlosspark gab Herr Prof. Adolf Steiner einen Einblick in die Gartenanlage und ihre Geschichte. Der emeritierte Professor der Universität Hohenheim kennt die Hohenheimer Gärten von Kindheit an und zeigte stolz die Raritäten und Rekordbäume in „seinem“ Park. Der Park besitzt noch zahlreiche große, aus der Zeit Karl Eugens stammende Bäume sowie historische Bauwerke wie das Spielhaus. Als wissenschaftliche Einrichtung unterstützen die Hohenheimer Gärten Forschung und Lehre der Universität Hohenheim. Winfried Hermann zeigte sich beeindruckt „Der Hohenheimer Schloßpark ist ein wirklicher Schatz für Stuttgart. Der historische Baumbestand ist beeindruckend und die Parkanlagen bieten eine einzigartige Kombination zwischen Architektur und Gartenkunst“, so Hermann.

Dann ging es mit der Kanzlerin der Universität Hohenheim, Frau Dr. Scheffer, zum Campus. Die Universität, die bereits für ihre geringe Spät-Abbrecher-Quote einem Bonus an Fördergeldern des Landes erhält und nun auch mit dem Projekt  „Hohenheim macht! (HOMA!)“  den Wettbewerb „Gründungskultur“ des Wissenschaftsministeriums gewonnen hat, wächst und wächst. Inzwischen sind rund 10 000 Studierende an der Hochschule eingeschrieben. Im Masterplan ist daher neben dem Neubau eines Audimax, der Erweiterung der Mensa und der Eröffnung neuer Kitas auch der Bau neuer Wohnheime festgelegt.  Zudem plant die Universität ein neues Gewächshaus am Wollgrasweg.

Auch ein Mobilitätskonzept ist in Arbeit. Eine Verlängerung der U3 in Richtung Uni ist wegen der sensiblen Instrumente in den Forschungseinrichtungen der Universität nicht möglich. Eine direkte Anbindung der Linie an die Innenstadt durch eine neue Gleiskurve in Möhringen wünschten sich dagegen neben der Universität auch viele der Anwesenden. Entlastung  vom Verkehrsdruck bringen könnte zudem ein Bündel von Vorschlägen von einer Mobilitätsstation an der Garbe mit Leihfahrrädern und Carsharing über Radwegeausbau und eine Erweiterung der Rad-Abstellanlagen.

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