Regionaldelegiertenkonferenz am 15. Juli 2017 in Kornwestheim

Zukunft von Wohnen und Mobilität in der Region Stuttgart

Grüne Regionalkonferenz stellt Agenda auf

Die Kreisverbände von Bündnis 90/Die Grünen in der Stuttgart haben am Samstag in Kornwestheim über
Perspektiven für die Region Stuttgart debattiert. Die 60 Delegierten aus den Kreisen Böblingen, Esslingen,
Göppingen, Ludwigsburg, Stuttgart und Rems-Murr einigten sich auf klare Forderungen in den Bereichen
Wohnungsbau und Mobilität.

Grüne Regionaldelegiertenkonferenz am 15. Juli 2017 in Kornwestheim

Der Stuttgarter Oberbürgermeister und stellvertretende Regionalpräsident Fritz Kuhn plädierte
insbesondere auf den Gemeinsinn der Kreise zur Bewältigung der Herausforderungen: „2,7 Mio. Menschen
in der Region Stuttgart und 5,5 Mio. Menschen von Heilbronn bis Tübingen beziehen sich auf Stuttgart, ob
zum Arbeiten, Einkaufen oder zum Genießen der Kultur. Die Herausforderung der Kommunen bei Mobilität
und Wohnen können nur in der Region gelöst werden.“

Grüne Regionaldelegiertenkonferenz am 15. Juli 2017 in Kornwestheim

Verkehrsminister Winfried Hermann hob auf die bundesweite Verantwortung ab, die die Region Stuttgart im
Bereich der Mobilität hat: „Wir wollen am Beispiel der Region Stuttgart zeigen, dass ein klima- und
umweltfreundlicher Umbau des Verkehrssektors möglich ist. Die Region soll Vorreiter und Modell neuer,
nachhaltiger Mobilität werden.“

Matthias Gastel, bahnpolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion und Abgeordneter aus Filderstadt
ergänzte: „Mit der Verkehrswende bekommen die Menschen bessere Bus- und Bahnangebote sowie
attraktivere Radverbindungen. Sie können dann je nach Weg und Fahrtzweck das geeignete Verkehrsmittel,
das auch das Auto sein kann, nutzen.“

Grüne Regionaldelegiertenkonferenz am 15. Juli 2017 in Kornwestheim

Das zweite große Thema der Konferenz, der Wohnungsbaupolitik in der Region, leitete die Sprecherin für
Bauen und Wohnen in der grünen Landtagsfraktion Susanne Bay ein. Sie plädierte dafür, die großen
Gestaltungsspielräume für zukunftsfähiges, sozial durchmischtes Wohnen zu nutzen: „Wohnraum in Städten
muss bezahlbar sein für alle: Alte und Junge, Alteingesessene und Zugezogene, Wohlhabende und weniger
gut Gestellte. Die Stadt gehört allen. Wir Grüne haben bewusst soziale und ökologische Aspekte in die
Landesbauordnung aufgenommen, denn wir bauen heute Wohnraum für die nächsten Jahrzehnte.“
Tobias B. Bacherle, grüner Bundestagskandidat für den Wahlkreis Böblingen ergänzt: „Für uns als
Kommunen muss beim Wohnungsbau klar sein, dass wir nicht beliebig Fläche zur Verfügung haben. Schon
jetzt gefährden wir vielerorts die Wirtschaftlichkeit der Agrarflächen auf unseren enorm wertvollen Böden.
Insbesondere im Stuttgarter Speckgürtel haben wir viele Einfamilienhäuser in denen Menschen inzwischen
alleine oder zu zweit Leben und den vielen Platz eigentlich nicht mehr benötigen. Hier fehlt oft der Anreiz,
aber auch das Angebot in kleinere, attraktivere Wohneinheiten umzuziehen.“

Die Bundestagskandidatin im Wahlkreis Stuttgart II, Anna Christmann ordnete die Konferenz
bundespolitisch ein: „Wir Grüne haben auf den Ebenen, auf denen wir mitregieren, sowohl bei der Mobilität
als auch im Wohnungsbau zukunftsweisende Weichenstellungen getätigt. Doch bei beiden Themen sind
Vorgaben des Bundes vorhanden, die weitere Fortschritte behindern. Für eine zukunftsfähige Politik darf es
in Berlin kein ‚Weiter so‘ geben! Deshalb braucht es starke Grüne im Bund!“

Grüne Regionaldelegiertenkonferenz am 15. Juli 2017 in Kornwestheim

Die beschlossenen Leitanträge zu Verkehr (Schwerpunkte: Ausbau der Schieneninfrastruktur, Schaffung
weiterer Kapazitäten auf der S-Bahn, Vorfahrt für ÖPNV, Den Umstieg fördern) und Wohnungsbau
(Schwerpunkte: Innen- vor Außenentwicklung, Stärkung der Grundversorgung, sozial gemischte
Wohnquartiere) finden Sie unter https://gruene-stuttgart.de/rdk17.

Beschlüsse

 

Fotogalerie

Fotos: Fritz Mielert/Grüne Stuttgart

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