Öffentlichkeitskampagne gegen illegale Autorennen an der A 81 gestartet

Hermann will Verkehrsteilnehmer über strafrechtliche Folgen der illegalen Rennen aufklären

Die neueste Verkehrskampagne der Landesregierung ist eine Maßnahme zur Prävention illegaler Autorennen auf Teilen der A 81.  Für die Kampagne gibt es ein Budget von rund 150.000 Euro. Die beiden Regierungsfraktionen Bündnis 90/Die Grünen und der CDU haben die im Regierungsentwurf zum Staatshaushaltsplan 2018/2019 vorgesehenen Mittel von 50.000 Euro im parlamentarischen Verfahren um jeweils 50.000 Euro aufgestockt.

Die Kampagne des Landes wirbt schwerpunktmäßig per Banner an Autobahnbrücken sowie an Zapfpistolen von Tankstellen entlang der A81 und der näheren Umgebung. Zusätzlich werden Anzeigen in Tuning-Magazinen geschaltet und Online-Banner in Social-Media-Kanälen platziert.

Aufgrund der zuvor gehäuft registrierten illegalen Rennen, u.a. auf der A 81, hat das Regierungspräsidium Freiburg als zuständige Verkehrsbehörde eine verkehrsrechtliche Anordnung für ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern auf der A 81 zwischen Engen bis nördlich der Anschlussstelle Geisingen für beide Fahrtrichtungen erlassen und Anfang März 2018 umgesetzt. Damit sollen illegale Autorennen unterbunden werden und die Ahndung der damit verbundenen Verkehrsgefährdungen durch die Polizei unterstützt und erleichtert werden. Die Polizei kontrolliert den Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Hegau und dem Autobahndreieck Bad Dürrheim zudem mit verschiedensten Verkehrsüberwachungstechniken.

„Jedem muss klar sein, das er eine Straftat begeht, wenn er an illegalen Autorennen teilnimmt und damit sich und alle anderen Verkehrsteilnehmer massiv gefährdet. Das rücksichtslose Verhalten solcher RaserInnen können wir nicht akzeptieren“, so Hermann. „Und wir appellieren an Unbeteiligte: Sollten Sie ein Rennen sehen, melden Sie dieses der Polizei!“, äußerte sich Hermann abschließend.

 

Hintergrund:

Im Herbst 2017 wurde der § 315d des Strafgesetzbuches geändert, sodass Teilnahme, Organisation und Durchführung von illegalen Rennen keine bloße Ordnungswidrigkeit, sondern eine Straftat sind. Es drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis.

Wenn ein Verkehrsteilnehmer aufgrund solch einer Straftat verurteilt wird, wird in der Regel die Fahrerlaubnis entzogen. Darüber hinaus können auch die Fahrzeuge der Halter und Halterinnen eingezogen werden.

Weitere Informationen zur Kampagne, u.a. mit Downloadmöglichkeiten von Bildern der Auftaktveranstaltung (ab 24.5. nachmittags) sowie Kampagnenmotive, finden Sie unter: www.illegale-autorennen.de.

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