Luftqualität in Stuttgart bessert sich

2017 konnte die Belastung durch Stickoxide und Feinstaub in Stuttgart weiter deutlich verringert werden. Trotz der deutlichen Verbesserungen lagen die Werte über den gesetzlichen Grenzwerten, sodass weitere Anstrengungen zur Einhaltung der Werte unternommen werden müssen.

Den vorläufigen Messergebnissen der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) zu folge, hat sich die Luftqualität in der Stadt Stuttgart im letzten Jahr weiter verbessert.

So sank die Zahl der Tage mit Überschreitungen des zulässigen Feinstaubgrenzwertes von 63 auf 45 Tage. Dabei konnten die höchsten Rückgänge an den hochbelasteten Streckabschnitten ermittelt werden. Auch wenn ein deutlich positiver Trend deutlich wird, liegt dieser Wert weiter über den gesetzlich vorgeschriebenen maximalen Überschreitungen von 35 Tagen.

Ebenso wie die Feinstaubwerte sanken auch die besonders kritischen Stickoxidwerte. So verringerten sich die Werte am Neckartor beispielsweise um 9 µg/m³ (auf jetzt 73 µg/m³). An der Hohenheimer Straße und an der Hauptstätter Straße konnten jeweils Reduktionen um 7 µg/m³ auf jetzt 69 µg/m³ (Hohenheimer Str.) bzw. 73 µg/m³ (Hauptstätter Str.) erreicht werden. Auch hier liegen die Werte trotz erheblicher Verbesserungen weiterhin eindeutig über dem gesetzlich zulässigen Jahresmittel von 40 µg/m³.

Um künftig weiterhin deutliche Verbesserungen erzielen zu können und folgerichtig die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte einzuhalten, bedarf es weiterer Anstrengungen. So muss nach Einschätzung des Landtagsabgeordneten Hermann „der Autoverkehr in Stuttgart allgemein und die Anzahl der Dieselfahrzeuge im Speziellen deutlich sinken“. Nur so sind  langfristig sowohl die Grenzwerte für Feinstaub als auch für Stickoxide einzuhalten.  Deshalb fördert das Land nachhaltige Mobilität, damit der Umstieg der Menschen vom Auto hin zum ÖPNV, Rad- und  Fußverkehr vereinfacht wird.

Künftig muss es zudem weitere Softwarenachrüstungen geben. „Auch ein Instrument zur Bekämpfung der Stickoxide wie die blaue Plakatte braucht es dringend für die betroffenen Städte“, so Hermann. Dazu muss aber letztendlich der Bund tätig werden und den betreffenden Städten eben jenes Instrument verschaffen.

Insgesamt ist die Luftqualität damit seit 2010 deutlich besser geworden, auch wenn die Werte weiterhin über den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Die Reduktion der Schadstoffe muss dringend weitergehen. Dazu braucht es auch neue Instrumente wie die blaue Plakette und weniger schädlichen Autoverkehr in Stuttgart.

Die endgültigen Messwerte zur Luftqualität veröffentlicht die LUBW nach eingehender Qualitätssicherung in circa einem Monat.

Mehr Infos finden Sie in der Pressemitteilung des Verkehrsministeriums unter: http://bit.ly/2qHWwZH

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