Integrationsmanager können starten – Land stellt Mittel zur Verfügung

Die Stuttgarter Landtagsabgeordneten Muhterem Aras, Brigitte Lösch, Winfried Hermann und Franz Untersteller (alle Bündnis 90/Die Grünen) freuen sich über die Mittel für Integrationsmanager, die das Land zur Verfügung stellt.

Gute Nachrichten für alle Kommunen in Baden-Württemberg, die Integrationsmanager für die Sozialberatung von Geflüchteten einstellen möchten: Wie die Stuttgarter Abgeordneten mitteilen, haben sie jetzt Klarheit über die Höhe der ihnen dafür vom Land zur Verfügung gestellten Mittel. Das Sozial- und Integrationsministerium und die Kommunalen Landesverbände haben sich auf eine Verteilung der 116 Millionen Euro verständigt, die das Land den Kommunen während der zweijährigen Laufzeit des Paktes für Integration für das Integrationsmanagement bereitstellt. Davon profitiert auch die Stadt Stuttgart, die jetzt Mittel abrufen beziehungsweise beantragen kann.

So stehen für Stuttgart insgesamt 3.270.297 Euro zur Verfügung. „Mit den Integrationsmanagern gibt es endlich und erstmals eine professionelle Betreuung und Begleitung für Flüchtlinge mit abgeschlossenen Verfahren“, freut sich Aras. „Bislang waren die Flüchtlinge immer auf sich alleine gestellt“, sagt Untersteller. „Dieses Konzept eines flächendeckenden und strukturierten Integrationsmanagements nach der vorläufigen Unterbringung ist bislang bundesweit einzigartig. Es soll dazu beitragen, dass aus Flüchtlingen bald Mitbürgerinnen und Mitbürger werden“, betont Lösch. „Die Bedarfe an Integrationsmanagern auf kommunaler Ebene sind groß und Stuttgart profitiert von allen Kommunen landesweit mit einem Betrag von 3,27 Mio Euro am stärksten. Das ist zweifellos eine gute Nachricht für die Integrationsarbeit in unserer Stadt“, unterstreicht Winfried Hermann.

Hintergrund: Zentrale Aufgabe von Integrationsmanagern ist die individuelle und niedrigschwellige Sozialberatung und -begleitung für Geflüchtete in der Anschlussunterbringung. Am Beginn jeder Beratung steht das Erstellen des Integrationsplans. In diesem werden die persönlichen Daten (z. B. Qualifikationen und Kompetenzen, Schulbildung und Berufsabschluss, individuelle Entwicklungen) und die zu erreichenden Ziele schriftlich fixiert. Dabei geht es unter anderem um Fragen des Spracherwerbs, der Arbeitsmarktintegration, der Anerkennung ausländischer Qualifikationen sowie um Wohnen, Schule und Bildung. Der Integrationsplan wird kontinuierlich fortgeschrieben. Mit Hilfe des Integrationsmanagements sollen Geflüchtete in die Lage versetzt werden, vorhandene Strukturen und Angebote selbständig nutzen zu können.

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