Historischer Tag: Am Freitag wurde Baden-Württembergs erster Radschnellweg freigegeben

Seit Freitag ist die acht Kilometer lange Strecke zwischen Böblingen/Sindelfingen und Stuttgart freigegeben. Der Radschnellweg zwischen diesen Städten ist der erste seiner Art in Baden-Württemberg. Mit ihm haben Pendler*innen und Freizeitradler*innen ab sofort eine attraktive Möglichkeit um ohne Stress und ohne Stau zu fahren.

Durch Radschnellwege soll auf hochbelasteten Pendlerstrecke eine deutliche Verlagerung vom Auto auf das Rad erreicht werden. Das führt aktiv zur Verringerung der täglichen Staus und zur Verbesserung der Luftreinhaltung. Ein wichtiger Meilenstein für eine klima- und umweltschonende Mobilität in Baden-Württemberg und der Region Stuttgart.

Sindelfingen und Böblingen arbeiten zudem daran, den Radschnellweg gut an die beiden städtischen Netze anzubinden und das Radnetz weiter auszubauen.

Die Idee hinter dem Radschnellweg ist, wenn die großen Arbeitsplatzschwerpunkte und die Innenstädte sowohl in Böblingen und Sindelfingen als auch in Stuttgart per Rad erreichbar werden, dann werden viele Radlerinnen und Radler ihn benutzen.

Zur Strecke:

Die Strecke zwischen Böblingen/Sindelfingen und Stuttgart ist rund acht Kilometer lang. Neben dem Radverkehr wird der zwischen vier und sieben Meter breite Weg als Mischverkehrsfläche auch weiterhin vom Fußverkehr sowie von Fahrzeugen der Kampfmittelbeseitigung, Anwohnern, der Forstverwaltung und weiteren Anliegern genutzt.

Das Land hat die Baumaßnahmen mit rund einer Million Euro nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) gefördert. Auch die Beleuchtung wurde durch das Land mit 820.000 € unterstützt. Dabei handelt es sich innovative Beleuchtung zur Reduktion der Lichtemissionen und des Strombedarfs. Die Beleuchtung schaltet sich mittels Bewegungssensoren je nach Bedarf ein und aus. 


Was sind Radschnellwege?

Radschnellwege zeichnen sich dadurch aus, dass sie hochwertige, direkt geführte und leistungsstarke Radverkehrsverbindungen zwischen Kreisen und Kommunen sind. Merkmale von Radschnellwegen sind:

  • Strecke von mindestens 5 Kilometern
  • Breite von mindestens 4 Metern
  • Verbindung zwischen großen Kommunen
  • bedeutende Verbindung für Alltagsradverkehr mit mehr als 2.000 Radfahrenden pro Tag

Aufgrund direkter und umwegfreier Führungen mit wenigen Stopps und großen Breiten auf langer Strecke, sind Radschnellwege eine attraktive Alternative zum Straßen- und Schienenverkehr. Die Nutzung von diesen Schnellwegen ist zudem gesundheitsfördernd, umweltschonend und nachhaltig.

 

Geplante Radschnellwege:

Neben der frisch eröffneten Strecke befinden sich im Land drei Pilotstrecken in Planung:

  • Heidelberg – Mannheim
  • Heilbronn – Bad Wimpfen
  • Plochingen – Esslingen – Stuttgart

Weiterhin (Stand Mai 2019) sollen in Trägerschaft des Landes folgende Strecken geplant und gebaut werden:

  • Freiburg – Waldkirch (Südbaden)
  • Freiburg – Emmendingen (Südbaden)
  • Karlsruhe – Ettlingen (Nordbaden)
  • Karlsruhe – Rastatt (Nordbaden)

Weitere Informationen zu den Radschnellwegen finden Sie unter: www.radschnellverbindungen-bw.de

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