Foto Gäubahn von Sülzauge (Daniel Ostertag)

Foto: Sülzauge (Daniel Ostertag)

Gäubahn wird ausgebaut

In der heutigen Plenardebatte zum Ausbau der Bahnstrecke Stuttgart-Singen-Zürich (Gäubahn) hat Winfried Hermann nochmals das Ziel des Landes zum schnellen Ausbau der Strecke bekräftigt. Die Landesregierung setzt sich seit Jahren intensiv für den Gäubahnausbau ein. Nach Jahrzehnten wurde das Projekt nun endlich in den  «Vordringlichen Bedarf» im Bundesverkehrswegeplan eingestuft.

“Wir sind froh, dass es uns mit vereinten Kräften gelungen ist, die Gäubahn in den Vordringlichen Bedarf zu bringen”, so der Landtagsabgeordnete und Verkehrsminister Winfried Hermann.

Durch den Ausbau  ist eine Verkürzung der Fahrzeit von heute gut drei Stunden auf 2 Std. 15 Min. bis spätestens 2025 möglich, so Hermann. 550 Millionen Euro stehen für den Ausbau bereit, so z.B. um Doppelspurstrecken zu schaffen. Hierfür hatte die Landesregierung ein eigenes Gutachten in Auftrag gegeben, um die notwendigen Maßnahmen für eine Reduzierung der Fahrzeit zu ermitteln.

„Der Ausbau ist nötig, sinnvoll und überfällig“, betonte Hermann. Dafür gab es Applaus im Plenum, auch aus den Reihen der Opposition.

Die Gäubahn ist eine wichtige internationale Strecke. Die Europäische Union hat sie als Grundnetzstrecke im Transeuropäischen Eisenbahnnetz (TEN) eingestuft. Sie stellt somit die mittlere, zentrale Nord-Süd-Achse in Baden-Württemberg in Richtung der Alpen – neben Rheintalbahn und Südbahn dar. In allen Verkehrsarten, sowohl im Schienenpersonennahverkehr als auch im nationalen und internationalen Schienenpersonenfernverkehr sowie im nationalen und internationalen Schienengüterverkehr hat die Gäubahn eine wichtige Erschließungsfunktion und ist daher für Baden-Württemberg und Süddeutschland eine zentrale Verkehrsader.Aufgrund der großen Bedeutung der Trasse zwischen Berlin und dem Gotthard-Basis-Tunnel Richtung Italien sollte man künftig besser von der „internationalen Ausbaustrecke Stuttgart-Zürich“ sprechen und weniger von „Gäubahn“.

Das Land wird sich zudem dafür einsetzen, dass der Bahnhof Singen angefahren wird. Am Bodensee gab es zuletzt Befürchtungen über die „Singener Kurve“, mit der nicht nur der Güterverkehr, sondern womöglich auch Personenverkehr an Singen vorbeigeführt werden könnte.

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