Winfried Hermann besucht Hegel-Gymnasium

Winfried Hermann besucht Hegel-Gymnasium

Wenn ein Verkehrsminister eine Schule besucht, stehen naturgemäß Verkehrsthemen im Mittelpunkt. Aber auch viele andere Fragenkomplexe wurden von den Schülerinnen und Schülern erarbeitet und in die Diskussion eingebracht, als der Wahlkreis-Abgeordnete und Minister Winfried Hermann am 1. 6. das Hegel-Gymnasium besuchte.

Vorbereitet wurde die Unterrichtseinheit Politik von den Gemeinschaftskunde-Lehrern Julia Fischer und Andre´ Chris. Unter deren Leitung formulierten rund 40 SchülerInnen der Klassenstufen 9 und 11 kenntnisreiche Fragenkomplexe, bei denen die Themen „Wählen ab 16, Flüchtlinge, Legalisierung von Cannabis, Grüne Parteipolitik, Verkehr und Bildung“ zur Sprache kamen.

Winfried Hermann besucht Hegel-Gymnasium

Zu Beginn der Veranstaltung präsentierte Hermann eine Übersicht über den Landtag, die Regierung und die Arbeit eines Abgeordneten. Gleich im Anschluss zeigte sich, dass die Schülerinnen und Schüler großes Interesse an der aktuellen Diskussion über Schadstoffbelastung und geplante Fahrverbote in Stuttgart entwickelt haben. Der Minister erläuterte, dass an ersthaften Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung kein Weg vorbei führe. Die Grenzwerte würden bei Stickoxiden (NOX) nach wie vor deutlich überschritten. Das bedeute: Die EU und Gerichte zwingen die Landesregierung zu handeln. Da Diesel-Fahrzeuge hauptverantwortlich für NOX seien, gebe es evtl. die Möglichkeit, ältere Diesel nachzurüsten. Die Kosten hierfür sollte die Industrie tragen, so Hermann. Sollte dieser Weg nicht zum Erfolg führen, seien Fahrverbote unvermeidlich.

Anhand eines Schaubildes machte der Minister deutlich, dass die Einführung einer blauen Plakette am stärksten zur NOX-Reduzierung beitragen würde. Diese Plakette werde jedoch bisher von Bundesverkehrsminister Dobrindt verweigert.

Angesprochen auf das Thema „Grüne und schlechte Umfragewerte“ äußerte sich der Abgeordnete optimistisch: „Die Grünen haben die richtigen Antworten auf Klimawandel und Umweltschutz“. Außerdem setze er auf die junge Generation und darauf, dass sich z. B. auch die anwesenden SchülerInnen fragten, wie ihr Leben in 50 Jahren aussehen soll.

Winfried Hermann besucht Hegel-Gymnasium

Die Freigabe von Cannabis lehnte Winfried Hermann aufgrund negativer Erfahrungen im Freundeskreis ab. Bei G8/G9 plädierte er für das 8-jährige Gymnasium, zumal die Alternative G9 über die beruflichen Gymnasien existiere. Und beim Wegfall der verbindlichen Grundschul-Empfehlung habe man das richtige Maß gefunden – Elternrecht gehe vor, aber die Empfehlung müsse der weiterführenden Schule vorgelegt werden.

Winfried Hermann besucht Hegel-Gymnasium

von links: Lehrerin Julia Fischer, Moderatorin Carolin Weidner, Winne, Moderator Oliver Schmidt, Rektorin Barbara Graf, Lehrer André Chris

Durch ein pfiffiges Frage- und Antwort-Spiel der Moderatoren Carolin Weidner und Oliver Schmidt wurde der Minister zum Schluss noch unterhaltsam gefordert: Auf die Frage „Kaffee mit Frauke Petry oder Sarah Wagenknecht“, entschied er sich – nach kurzem Überlegen – für Wagenknecht.

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