Belastungen der Luft sinken in Baden-Württemberg deutlich

Erstmals konnten 2017 die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (Jahresmittelwert) in neun Städten eingehalten werden. In Stuttgart verbessern sich die Werte, liegen aber weiterhin über den Grenzwerten.

Zu den neun Städten, die 2017 die Grenzwerte für Stickoxid (Jahresmittel) einhalten konnten, zählen  Bietigheim-Bissingen, Freiberg, Heidelberg, Ilsfeld, Kuchen, Markgröningen, Mögglingen, Remseck und Schwäbisch-Gmünd. Hinzu kommen Schramberg, Karlsruhe und Pforzheim, wo dies erstmals 2016 gelang.

Dies zeigt, dass die Maßnahmen rings um Busse und Bahnen, Radwege, Jobticket, Feinstaubalarm, Nasskehrer und Mooswand Wirkung zeigen. Allerdings konnten in Stuttgart sowohl die Feinstaubwerte als auch die Stickoxidwerte trotz eines deutlichen Rückgangs noch nicht eingehalten werden. Gerade in Bezug auf die Stickoxidwerte wird es Zeit, dass die Blaue Plakette eingeführt wird. 

Neben dem Potenzial, dass die Blaue Plakette hat, wird weiterhin an Maßnahmen gearbeitet um die Feinstaub- und Stickoxidwerte einzuhalten. Dazu zählen Maßnahmen zum Ausbau und der Stärkung umweltfreundlicher Verkehrsmittel, die Umstellung von Fuhrparks auf emissionsarme Antriebe, intelligente Verkehrssteuerung und –verstetigung, Parkraummanagement, die Einführung und Fortschreibung von Umweltzonen bis hin zur Erprobung innovativer Maßnahmen zur Reduktion der Luftschadstoffbelastung.

Fazit: Mit den bisherigen Anstrengungen für eine effektive Luftreinhaltung ist das Land auf einem guten Weg. Trotz weiterer Maßnahmen und Anstrengungen für eine bessere Luftqualität ist die Blaue Plakette in Städten wie Stuttgart dringend erforderlich um langfristig saubere Luft zu gewährleisten.

 

Weitere Infos beim Ministerium für Verkehr

Straßennahe Belastung mit Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2) in Baden-Württemberg
Download Karte BW Werte 2010 und Download Karte BW Werte 2017

 

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