Aktuelles und wichtiges zum Corona-Virus

Aktualisierungen des Landes Baden-Württemberg zum Coronavirus

finden Sie hier …


Nachfolgend Meldungen bis zum 12.04.2020

Ihr alle seid unverzichtbar. Gemeinsam gegen Corona

Bild: Grüne Landtagsfraktion Ba-Wü

Abgesperrte Spielplätze, feste Abstandsregelungen und Securities beim Einkaufen, fast leere Bahnen und abgesperrte Busbereiche, vieler Orts Homeoffice und Videokonferenzen, Homeschooling, geschlossene Restaurants und Geschäfte, Hamsterkäufe von Klopapier und Co, Konzerte und Sportevents wie Bundesliga abgesagt und verschoben.

Das Corona-Virus hat uns erfasst und unsere Art zu leben in den letzten Wochen stark verändert. Wer hätte noch im Februar gedacht, dass Schulen und Kitas schließen würden und die Menschen angehalten sind, sich daheim aufzuhalten und aus dem Homeoffice zu arbeiten? In Folge der Corona-Pandemie müssen wir uns alle in unserem normalen Lebensstil anpassen und drastisch beschränken. Das ist für viele Menschen eine schwere, noch vor kurzem unvorstellbare, Umstellung.

Aber die Entwicklungen der letzten Tage und Wochen haben auch erstaunliches zutage gefördert. Wir kümmern uns wieder mehr um unsere Mitmenschen und vielerorts kaufen jüngere Leute für die Risikogruppen, also vorrangig ältere und immungeschwächte Menschen, ein. Mehr als 1.500 pensionierte Ärzte und über 4.000 Medizinstudenten haben angeboten in den Kliniken mitzuhelfen und so die Corona-Krise zu bewältigen. Über 100 Unternehmen aus ganz Baden-Württemberg haben in den letzten Wochen ihre Hilfsbereitschaft bewiesen und ihre Produktion auf medizinische Produkte umgestellt.

Dies alles sind gute Beispiele dafür, dass wir in Baden-Württemberg in der Krise Zusammenhalten und unser Bestes geben, die Situation gemeinsam zu bewältigen.

 

Derzeit gibt es ein Hauptziel: #flattenthecurve

Um es in verständlichem Deutsch zu sagen: Wir versuchen die Ausbreitung des Corona-Virus so schnell wie möglich zu verlangsamen und die Risikogruppen zu schützen.

 

Warum ist es so wichtig, dass wir die Ausbreitung des Virus verlangsamen?

Damit wir einerseits das Gesundheitssystem nicht überlasten. Sollten die Infektionsraten weiterhin exponentiell stark ansteigen, wird früher oder später das Gesundheitssystem überlastet und die Krankenhäuser und Intensivbetten überbelegt sein. Deshalb werden in ganz Deutschland die Intensivbettkapazitäten inkl. Beatmungsgeräten und Schutzausrüstung aufgestockt. Da bildet auch Baden-Württemberg keine Ausnahme.

Andererseits bringen und die zahlreichen Maßnahmen Zeit, um an den wichtigen Impfstoffen zu forschen, denn momentan gibt es keine verlässlichen Impfstoffe, die uns vor einer Infektion mit dem Corona-Virus schützen.

 

Coronavirus: Sozialkontakte reduzieren, Ausbreitung verlangsamen

Bild: Grüne Landtagsfraktion Ba-Wü

Was kann ich selbst tun?

Auch wer sich nicht krank fühlt, kann das Corona-Virus übertragen. Das wichtigste, was wir für uns und unsere Mitmenschen tun können, ist auf strikte Hygiene zu achten.

  • gründlich (mind. 20 Sek.) und mit Seife die Hände waschen
  • nicht andauernd ins Gesicht Nase fassen, weil Nase, Mund und Augen Einfallstore für Viren sind
  • Hustenetikette einhalten und in die Armbeuge oder den Oberarm husten
  • nichts unnötig anfassen (im Bus, beim Einkauf etc.)
  • physischen Abstand zu anderen Menschen wahren (1,5 m Mindestabstand)
  • die eigene Wohnung regelmäßig lüften (Stoßlüften!)
  • reinigen Sie von allen berührte Oberflächen regelmäßig – etwa Türklinken, Tastaturen, Badarmaturen
Coronavirus: was tun?

Bild: Grüne Landtagsfraktion Ba-Wü

 

Das wichtigste, was wir in diesen Zeiten für- und miteinander tun können:

  • die Anzahl der persönlichen Kontakte drastisch senken (#socialdistancing). Dadurch lässt sich die Zahl der Infektionen drastisch eindämmen, wie Sie an folgendem Rechenbeispiel sehen werden:
    1. Die Menschen reduzieren ihre sozialen Kontakte nicht. So werden aus einer infizierte Person im Laufe von 30 Tagen circa. 400 Infizierte.
    2. Die Menschen reduzieren ihre sozialen Kontakte um 50%. So werden aus einer infizierten Person im Laufe von 30 Tagen circa 15 Infizierte.
    3. Die Menschen reduzieren ihre sozialen Kontakte um 75%. So werden aus einer infizierten Person im Laufe von 30 Tagen circa 2,5 Infizierte.
  • so viel Zeit wie möglich zuhause verbringen (#wirbleibenzuhause)
  • unsere Mitmenschen, die der Risikogruppe angehören (Immunschwache und alte Menschen), fragen, ob wir für Sie z.B. Einkäufe erledigen können, aber darüber hinaus den physischen Kontakt zur Risikogruppe (Besuche etc.) bewusst vermeiden und stattdessen auf Skype, Messenger-Dienste, Telefon u.ä. zurückgreifen um im Kontakt zu bleiben
  • wenn Sie mit der Risikogruppe physisch zu tun haben, tragen Sie bitte einen Mundschutz. Es gilt: Auch wer sich gesund fühlt kann das Corona-Virus übertragen!

 

Welche Maßnahmen hat die Politik bisher ergriffen?

Land Baden-Württemberg:

  • Das Land hat eine Seite eingerichtet, auf der Sie Aktuelle Infos zu Corona in Baden-Württemberg finden.
  • Baden-Württemberg unterstützt die Entwicklung eines Schnelltests mit 6 Millionen Euro (10. April)
    • durch mobile Geräte soll es innerhalb von 30 bis 40 Minuten sehr verlässliche Analysen über eine Infizierung der getesteten Personen mit dem Corona-Virus geben
    • das Testverfahren soll im August auf den Markt kommen
    • entwickelt werden die Geräte vom Hahn-Schickard-Institut für Mikroanalysesysteme und dem Start-Up Spindiag GmbH (beide Freiburg)
  • Um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, empfiehlt das Land einfache Masken für Mund und Nase, wenn man einkaufen geht oder mit Bus und Bahn fährt. Aber auch in der Arbeit oder im Büro sind sie sinnvoll. Sie schützen vor allem davor, das Virus weiter zu verbreiten. Inzwischen gibt es eine Crowd-Helping-Aktion (https://www.stayhomeandsew.de/), für die man Masken nähen kann oder Bedarf anmelden kann. Inzwischen gibt es auch verschiedenste Anleitungen zum Nähen für Masken, beispielsweise von Burda oder Nähfrosch.
  • Steuerliche Erleichterungen und Förderungen:
    • Seit dem 09. April: Das Land hat die Soforthilfen des Bundes für Soloselbständige, kleine Unternehmen, Freiberufler und Landwirte erfolgreich in das bereits laufende Landesprogramm integriert. Neue Formulare sind ab Donnerstag, 9. April, verfügbar. Bereits vorliegende Anträge werden weiter bearbeitet.
    • Seit dem 27. März: Hilfsnetz für FamilienCoronavirus: Hilfsnetz für Familien
      • Das Land beteiligt sich mit 100 Millionen Euro an den Kosten, wenn Kommunen im März und April aufgrund der Corona-Epidemie auf Elternbeiträge und Gebühren für geschlossene Kindertagesstätten, Kindergärten, Horte und andere Betreuungseinrichtungen verzichten. Für die Kindertagespflege werden vor Ort tragfähige Übergangslösungen gefunden.
      • Auch die Kita-Beiträge bei freien Trägern sollen bis zur Höhe des kommunalen Satzes erstattet werden.
      • Ausbleibende Gebühren an den Volkshochschulen und für die Schülerbeförderung werden vom Land mit einem Zuschuss ebenfalls teilweise ausgeglichen. Ebenso sind Zuschüsse an die Kommunen für weitere öffentliche Einrichtungen wie Musikschulen oder für soziale Dienste – etwa im Rahmen der Jugend-, Behinderten- und Altenhilfe – vorgesehen. Zuschüsse an Kommunaltheater werden aufrechterhalten.
    • Seit dem 22. März: Baden-Württemberg gewährt als eines der ersten Bundesländer eine  Soforthilfe für die Wirtschaft und unser Gesundheitssystem
      • Das Land stellt als Soforthilfe für das Gesundheitssystem und die Wirtschaft von 6,2 Mrd. Euro zur Verfügung.
      • Bis zu 9.000 Euro für drei Monate für Soloselbständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten
      • Bis zu 15.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten
      • Bis zu 30.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten
      • Viele Mieter haben wegen dem Corona-Virus finanzielle Probleme. Wenn das Gebäude dem Land gehört, können sie auf Antrag ihre Miete später zahlen.
      • Antragsformulare und notwendigen Erklärungen finden Sie unter: bw-soforthilfe.de
      • Bis zum 08. April wurden knapp 147.000 Anträge bewilligt und vom Land 1,42 Milliarden Euro ausgeschüttet.

        Coronakrise: Soforthilfen in Ba-Wü

        Bild: Grüne Landtagsfraktion Ba-Wü

  • Aufstockung der medizinischen Geräte und der Intensivbetten
    • Die Kapazität für Intensivbetten wurde innerhalb kurzer Zeit bereits merklich erhöht. Binnen Wochen wurde die Zahl der Beatmungsbetten von 2.200 auf 2.800 erhöht. Bis Ende April werden wir bei 3.800 sein. Wenn wir die Zielkapazitäten der Intensivbetten von 5.000 in Baden-Württemberg erreichen, sind das laut Bundesgesundheitsminister Spahn mehr als in Frankreich oder Italien. Das zeigt, wie hervorragend unser Gesundheitssystem ist.
    • Erste Lieferungen mit über 300.000 Schutzhandschuhen sowie 300.000 Schutzmasken in verschiedenen Kategorien für medizinisches Personal und den Pflegebereich. Zudem hat Daimler gut 110.000 FFP2-Masken zur Verfügung gestellt. (Weitere Infos finden Sie hier)
  • Im Nahverkehr wird weiterhin mit langen Zügen gefahren, um ausreichend Abstand zwischen den Passagieren zu gewährleisten. Darüber hinaus wird weiterhin eine stabile Grundversorgung im Nahverkehr gewährleistet, ohne das die Fahrgäste in gesundheitliche Gefahr geraten (siehe Pressemitteilung der Landesregierung)
  • In der sogenannten Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 finden Sie alle Maßnahmen (inkl. Aktualisierungen) der Landesregierung.
  • Weiterhin geöffnet bleiben:
    • Lebensmittelgeschäfte und der Getränkehandel, Bäckereien und Metzger, Hofläden, Raiffeisenmärkte,
    • Wochenmärkte,
    • Abhol- und Lieferdienste, der Online-Handel,
    • Außer-Haus-Verkauf von Gaststätten,
    • Kantinen für Betriebsangehörige oder Angehörige öffentlicher Einrichtungen, wenn zwischen den Tischen oder Stehplätzen genügend Abstand gehalten wird,
    • Ausgabestellen der Tafeln,
    • Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Hörgeräteakustiker, Optiker und Praxen für die medizinische Fußpflege,
    • Tankstellen,
    • Poststellen, Banken und Sparkassen sowie Servicestellen von Telekommunikationsunternehmen,
    • Reinigungen und Waschsalons,
    • der Zeitschriften- und Zeitungsverkauf,
    • Verkaufsstätten für Bau-, Gartenbau- und Tierbedarf,
    • der Großhandel.
  • 04. Mai 2020: Siebte Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Verordnung
    • Unter Auflagen sind Veranstaltungen und Ansammlungen in für religiöse Zwecke genutzten Räumlichkeiten von Kirchen und Religions- und Glaubensgemeinschaften (z.B. Kirchen, Moscheen oder Synagogen) wieder erlaubt.
      • Das gilt insbesondere für Gottesdienste und Gebetsveranstaltungen
      • Es werden Bestattungen, Urnenbeisetzungen und Totengebeten mit maximal 50 Teilnehmende zugelassen
    • Es dürfen alle Ladengeschäfte – unabhängig von ihrer Verkaufsfläche – unter Auflagen wieder vollständig öffnen. Somit entfällt die 800 Quadratmeter-Regelung. Es gelten weiterhin die Hygiene- und Abstandsregeln:
      • Pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche darf sich nur eine Person (einschließlich Personal) im Laden aufhalten soll.
      • Ein Abstand von möglichst 2 Metern, mindestens 1,5 Metern, zwischen Personen soll eingehalten wird, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhanden sind.
      • Im Rahmen der örtlichen Gegebenheiten sollen Warteschlangen vermieden und der Zutritt dementsprechend gesteuert werden
    • Unter Hygiene-Auflagen dürfen folgende Betriebe wieder öffnen:
      • Friseurbetriebe
      • Fußpflegestudios
      • Zahnärzte dürfen wieder uneingeschränkt praktizieren
    • Neben der bereits für Abschlussklassen beschlossenen stufenweisen Öffnung an Schulen, gibt es im Bildungsbereich neue Lockerungen:
      • Bildungseinrichtungen im Bereich der beruflichen Bildung dürfen wieder stufenweise ihren Betrieb aufnehmen. Es soll gewährleistet werden, dass Ausbildungen fortgesetzt und abgeschlossen werden können. Näheres regeln die jeweils zuständigen Ressorts.
      • Musikschulen soll unter bestimmten Voraussetzungen und in einzeln festgelegten Bereichen Unterricht ermöglicht werden
    • Ausgangsbeschränkungen für die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen entfallen. Somit können Heimbewohnerinnen und Bewohner die Einrichtung wieder ohne triftigen Grund verlassen. Allerdings gelten in der Corona Verordnung ab jetzt besondere Vorgaben zum Infektionsschutz. Dazu zählt unter anderem eine vierzehntägige Maskenpflicht in Gemeinschaftsräumen für diejenigen Bewohner, die die Einrichtung verlassen haben.
    • Großveranstaltungen bleiben bis mindestens 31. August 2020 untersagt. Das betrifft insbesondere folgende Veranstaltungsformate:
      • Volksfeste
      • Größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern
      • Größere Konzerte, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen- und Weinfeste
      • Schützenfeste und Kirmes-Veranstaltungen
    • Unter Auflagen dürfen ab dem 06. Mai wieder folgende Einrichtungen öffnen:
      • Museen, Freilichtmuseen, Ausstellungshäuser, Gedenkstätten
      • Tierparks und Zoos
      • Spielplätze – wobei öffentliche Bolzplätze weiter geschlossen bleiben müssen!
    • Alle sonstigen Beschränkungen gelten bis auf Widerruf weiterhin

 

  • 27. April 2020: Sechste Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Verordnung
    • Es gilt eine Maskenpflicht für alle Personen, die sechs Jahre oder älter sind
      • Diese Pflicht gilt nicht, wenn es aus medizinischen oder sonstigen zwingenden Gründen unzumutbar ist (beispielsweise Asthma oder wenn es behinderungsbedingt unmöglich ist).
      • Die Maskenpflicht gilt im ÖPNV (beispielsweise in U-Bahnen und Bussen), an Bahn- und Bussteigen, sowie in Läden und Einkaufszentren
    • Aufgrund des Hochfahrens der Wirtschaft wird die Notbetreuung zum 27. April hin erweitert. Die Erweiterung betrifft folgende Bereiche:
      • Grundschulen,
      • Grundschulstufen an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren,
      • Grundschulförderklassen,
      • Schulkindergärten,
      • in den Klassenstufen 5 bis 7 an den auf der Grundschule aufbauenden Schulen,
      • sowie für Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege, soweit sie noch nicht wieder am Betrieb der Einrichtung oder der Tagespflegestelle teilnehmen.
    • Berechtigt zur Teilnahme an der erweiterten Notbetreuung sind Kinder, deren Erziehungsberechtigte beide einen Beruf zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur nach § 1a Absatz 8 der Corona-Verord­nung ausüben, und sie unabkömmlich sind oder – und das ist neu – eine präsenzpflichtige berufliche Tätigkeit außerhalb der Wohnung wahrnehmen und dabei unabkömmlich sind.

 

  • 17. April 2020: Fünfte Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Verordnung
    • Die bestehenden Kontaktbeschränkungen werden bis mindestens 3. Mai verlängert. Weiterhin gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern in der Öffentlichkeit. Im öffentlichen Bereich darf man sich weiter nur alleine, oder mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes aufhalten.
    • Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche (vom Flächenlimit ausgenommen sind Auto-, Fahrrad- und Buchhändler) dürfen ab dem 20. April unter Auflagen wieder öffnen.
      • Die Geschäfte müssen Konzepte zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen entwickeln und Hygienestandards gewährleisten.
      • Friseure können ab 4. Mai bei Einhaltung von Hygienestandards öffnen.
    • Bibliotheken und Archive dürfen ab dem 20. April öffnen
    • Großveranstaltungen (z.B. Stadtfeste) bleiben bis mindestens zum 31. August untersagt.
      • Ob im Profi-Fußball Spiele ohne Publikum möglich sind, ist noch offen.
    • Die Botanische Gärten und Zoos bleiben weiterhin geschlossen. Über deren Öffnung wird frühestens in 14 Tagen entschieden.
    • Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, generell auf private Reisen und Besuche, auch von Verwandten, weiter zu verzichten.
      • Das gilt auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge.
      • Übernachtungsangebote im Inland sollen – bis auf weiteres – weiterhin nur für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Am 30. April soll die Lage neu bewertet werden.
    • Gastronomiebetriebe haben weiter geschlossen, ebenso wie Bars, Clubs, Diskos sowie Theater, Opern und Konzerthäuser.
      • Ausgenommen sind Speisen zum Mitnehmen und Drive-In-Schalter
    • Der freiwillige Einsatz einer Tracking-Software für Handys („Corona-App“) wird in Zusammenarbeit mit Mobiltelefonherstellern momentan vorbereitet. Das Robert-Koch-Institut, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und der Datenschutzbeauftragten sind daran beteiligt.
    • Das Versammlungsverbot für Kirchen, Moscheen, Synagogen oder Örtlichkeiten anderer Glaubensgemeinschaften bleibt vorerst in Kraft.
      • Bis zum Ende der Woche wird das Bundesinnenministerium mit den Ministerpräsidenten das Gespräch mit den Vertretern großer Religionsgemeinschaften aufnehmen, um eine Lösung zu finden, wie in absehbarer Zeit Gottesdienste wieder ermöglicht werden können.
    • Hochschulen starten ab dem 20. April wieder, aber nur mit digitalen Formaten. Präsenzveranstaltungen finden nur dort statt, wo es zwingend notwendig ist, etwa in technischen und im naturwissenschaftlichen Bereich (z. B. Laborpraktika, Präparierkurse).
    • Ab dem 04. Mai startet der Schulbetrieb stufenweise, beginnend mit den Schülerinnen und Schülern, bei denen in diesem oder im nächsten Jahr Abschlussprüfungen anstehen.
      • Das betrifft auch Abschlussklassen der Berufsschulen.
      • Durch die Öffnung sollen Prüfungsvorbereitung und Prüfungen gesichert werden.
      • Geplant ist ein schrittweiser Wiedereinstieg bei anderen Klassen.
      • Eine Verschiebung der Ferien ist nicht geplant.
    • Kitas und Kindergärten bleiben wegen großem Infektionsrisiko bis auf weiteres geschlossen. Allerdings wird die Notbetreuung in Kitas, Kindergärten und Schulen (neu: bis Klasse 7) auf weitere Personenkreise ausgeweitet.
    • Den Bürgerinnen und Bürgern wird dringend empfohlen, in der Öffentlichkeit, insbesondere im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf im Einzelhandel, wo das Abstandsgebot im Alltag praktisch nicht eingehalten werden kann, Alltagsmasken (nicht-medizinische Masken) zu nutzen.
      • Die Einführung einer Maskenpflicht behält sich die Landesregierung bei veränderter Lage vor.
    • Besuchsverbote in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen bleiben bestehen.
  • 09. April 2020: Vierte Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Verordnung
    • Das Robert-Koch-Institut weist ab dem 10. April keine Risikogebiete mehr aus, da die Infektionszahlen mittlerweile weltweit hoch sind. Dadurch ergeben sich Änderungen für die Corona-Verordnung, sodass es kein Einreiseverbot von Menschen aus Risikogebieten mehr gibt. Auch die Notbetreuung für Kinder aus den Risikogebieten ist nicht mehr ausgeschlossen. In Schulen, Kindergärten und Hochschulen gilt ein 14-tägiges Betretungsverbot nicht mehr für Personen, die aus einem Risikogebiet eingereist sind, sondern nur noch für all die, die in Kontakt mit einer infizierten Person stehen oder standen oder selbst Symptome eines Atemweginfekts und/oder erhöhte Temperatur aufweisen. Das betrifft vorläufig diejenigen, die in den Einrichtungen trotz geschlossenen Betriebs noch anwesend sind, etwa Schulleiterinnen und Schulleiter.
    • Es gilt im Wesentlichen eine 14-tägige Quarantänepflicht für Personen, die aus dem Ausland nach Baden-Württemberg einreisen.
    • Liste der geschlossenen Einrichtungen wird um Sportboothäfen ergänzt. Allerdings ist die Benutzung der Sportboothäfen zur Sicherung der Boote, zum Ein- und Auswassern, für Berufsfischer und für berufliche Tätigkeiten auf dem Gelände weiterhin erlaubt.
    • Die nach der Corona-Verordnung zulässige Öffnung an Sonn- und Feiertagen gilt nicht für Karfreitag und Ostersonntag.
    • In den Landeserstaufnahmeeinrichtungen dürfen Neuankommende für 14 Tage abgesondert und unter Quarantäne gestellt werden. Das Innenministerium kann weitere Regelungen hierzu erlassen.
    • Das Betretungsverbot in stationären Einrichtungen wird für Einrichtungen für Menschen mit Behinderung gelockert. Voraussetzung ist, dass dort von keinem erhöhten Infektionsrisiko ausgegangen werden kann.
    • Zahnärztliche Behandlungen (Oralchirurgie, Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Kieferorthopädie) sind nur bei akuten Erkrankungen oder im Notfall zulässig.
    • Nach Ostern wird entschieden, ob ab dem 20. April ein stufenweiser Wiedereinstieg an den Schulen möglich ist und wie dieser gestaltet werden könnte. Die Schulen sollen ausreichend Zeit zur Vorbereitung des Wiedereinstiegs erhalten. Zwischen der Festlegung eines Datums für einen langsamen Wiedereinstieg und dem konkreten Start, soll mindestens eine Woche liegen.
  • 28. März 2020: Dritte Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Verordnung
    • Notbetreuung für Kinder ist auch während der Ferienzeit gewährleistet. Voraussetzung bleibt, dass beide Erziehungsberechtigte oder die/der Alleinerziehende in Bereichen der kritischen Infrastruktur (B. Gesundheitswesen, Polizei, Feuerwehr etc.) nicht abkömmlich sind.
    • Die Schließung von Bildungseinrichtungen gilt nicht für Schulen der Altenpflege, Altenpflegehilfe, Krankenpflege, Krankenpflegehilfe, Kinderkrankenpflege, Entbindungspflege (Hebammen), Notfallsanitäter sowie Schulen zur Ausbildung von Medizinisch-technischen Assistenten und Pharmazeutisch-technischen Assistenten, soweit dort Schüler und Schülerinnen geprüft und unterrichtet werden, deren Abschluss oder deren Kenntnisprüfung im Rahmen des Anerkennungsverfahrens ausländischer Berufsabschlüsse bis spätestens 30. Mai 2020 erfolgen soll sowie für die Weiterbildung für Intensivkrankenpfleger.
    • Poststellen und Paketdienste dürfen ihren Betrieb aufrechterhalten. Sie dürfen aber nicht in den zu schließenden Einrichtungen betrieben werden, wenn sie beim Umsatz nur eine untergeordnete Rolle spielen.
    • Einrichtungen, die nicht von den Schließungen betroffen ist, haben die Betriebe und Einrichtungen mit Kundenverkehr in geschlossenen Räumen darauf hinzuwirken, dass im Rahmen der örtlichen Gegebenheiten der Zutritt gesteuert und Warteschlangen vermieden werden. Insbesondere ist darauf hinzuwirken, dass ein Abstand von möglichst 2 Metern, mindestens 1,5 Metern zwischen Personen eingehalten wird, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhanden sind.

 

  • 22. März 2020: Zweite Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Verordnung
    • Ein Mindestabstand von 1,50 m muss in der Öffentlichkeit gewahrt werden.
    • Man darf nur noch alleine oder maximal zu zweit draußen unterwegs sein. Das gilt nicht für Familien und Personen, die in einem Haushalt zusammenleben. Spaziergänge, Sport und Gassi gehen ist weiterhin erlaubt.
    • Feiern in Wohnungen oder privaten Einrichtungen sind ab sofort untersagt.

 

  • 20. März 2020: Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Verordnung
    • Alle Restaurants und Gaststätten im Land schließen. Essen zum Mitnehmen und auf Bestellung bleibt aber weiterhin möglich.
    • Alle Zusammenkünfte und Ansammlungen auf öffentlichen sind Plätzen verboten. Gruppenbildungen von mehr als 3 Personen sind untersagt. Familien oder Menschen, die zusammenleben, können weiter gemeinsam auf die Straße.
    • Einreisen und Durchreisen von Personen aus internationalen Corona-Risikogebieten nach Baden-Württemberg sind untersagt. Ausgenommen sind Fahrten zum Arbeitsplatz, zum Wohnort, zum Transport von wichtigen Gütern und besondere Härtefälle, etwa bei einem Todesfall in der Familie.

 

  • 17. März 2020: Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2
    • Schulen, Horte, Kindertagesstätten und sowie sonstige Betreuungsmöglichkeiten in der Kindertagespflege bleiben vom 17. März bis einschließlich 19. April geschlossen. Ausgenommen ist die Betreuung für Kinder, deren Eltern beide in kritischer Infrastruktur (z.B. Gesundheitswesen, Polizei, Feuerwehr etc.) tätig sind.
    • Der Studienbetrieb im Hochschulwesen wird bis zum 19. April ausgesetzt.
    • Bis einschließlich 19 April werden folgende Einrichtungen geschlossen:
      • Kultureinrichtungen jeglicher Art
      • Bildungseinrichtungen jeglicher Art
      • Kinos
      • Schwimmbäder, Saunen etc.
      • Alle öffentlichen und privaten Sportanlagen
      • Jugendhäuser
      • Öffentliche Bibliotheken
      • Vergnügungsstätten jeglicher Art
      • Prostitutionsstätten jeglicher Art
      • Öffentliche Spiel- und Bolzplätze
      • Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten
      • Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen
      • Schließung des Einzelhandels, außer für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Hofläden, Raiffeisen-, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und Großhandel
    • Gastronomie darf nur noch von 6-18 Uhr geöffnet haben, sofern gewährleistet ist, dass ein Abstand von 1,5 m zwischen allen Tischen und allen Stehplätzen eingehalten wird.
    • Übernachtungsangebote gelten nur noch für notwendige, nicht jedoch für touristische Zwecke.

 

Informationen der Stadt Stuttgart zur Corona-Krise finden Sie unter folgender Seite: 

https://coronavirus.stuttgart.de/

 

Informationen der Bundesregierung zur Corona-Krise finden Sie unter folgender Seite:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/ausbreitung-coronavirus-1716188

 

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) hat eine Videoreihe zum Schutz vor Infektionen und häufigen Fragen rund um das Corona-Virus auf YouTube veröffentlicht.

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